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Deutschland
24.5. - 6.6.2008

 „Wo wollen wir im Sommer radeln?“ „Schweden?“ „Ja, warum nicht? Wann kannst Du Urlaub machen?“ „Nach Stockholm gibt’s doch bestimmt günstige Flüge?“ „Ich möchte aber auch nach Finnland.“ „Wie weit ist es von Inari nach Stockholm?“ Internet hilft weiter. Blitzplanung abgeschlossen. Keine halbe Stunde später habe ich für mich eine Fähre von Rostock nach Helsinki gebucht und für Traudl einen Flug von München nach Stockholm. Skandinavien kann uns erwarten.

Der tatsächliche Start, einige Wochen später, ist holprig. Schon nach wenigen Kilometern kämpfen wir mit einer kleinen, von mir selbst verschuldeten Radpanne. Dann aber geht’s leicht durchs Donaumoos. In Neuburg a. d. Donau ist gerade Fischergasslerfest. Wir verpassen zwar das Fischerstechen, trösten uns aber mit einem Bierchen. An der Altmühl bin ich 3 Wochen davor auch entlang geradelt und genieße die schöne Landschaft jedes Mal neu, die Wacholderheiden, die Felsformationen. In Dollnstein bekommen wir das letzte Hotelzimmer, aber der Altmühltaler Lammbraten, dessentwegen ich gerade hier übernachten wollte, ist leider schon ausverkauft. Wir speisen trotzdem gut. Am nächsten Tag müssen wir uns in Gunzenhausen leider schon verabschieden und werden uns erst in 9 Wochen in Stockholm am Flughafen wieder treffen.

Bei prächtigstem Frühsommerwetter radle ich über Rothenburg o. T. entlang der Tauber und dem Main, dann durchs Hessische Bergland und bin bald in Rüchenbach. Dort genieße die Gastfreundschaft meines Bruders und benütze seine gut ausgestattete Werkstatt, am neuen Rad einige Kleinigkeiten nachzujustieren. Trotz Rohloff-Schaltung ist die Kette bereits stark gelängt. Erst viel später stelle ich fest, dass ich sie nicht so straff spannen darf.

Bei hochsommerlicher Hitze radle ich durchs Bergische Land nach Hemer zum nächsten Verwandtenbesuch bei meinem Vetter Friedemann. In Leopoldshöhe kläre ich beim Hersteller meines schönen, neuen Patria Terra ein paar Kleinigkeiten. Nach einem kurzen Blick des Chefs auf mein Rad sind die Problemchen keine mehr.

Von Vlotho (einst bedeutender Hafen und Hansestadt) bis Nienburg radle ich die Weser abwärts. Einen Lehrer, der mit seiner Schulklasse hier auf Exkursion ist, warne ich davor, seine Schüler das erstaunliche Geografieverständnis der Schifffahrtsgesellschaft zu lehren (s. Foto 5).

In Schwerin, Wismar und an der schönen Ostseeküste verbringe ich bei hochsommerlichem Wetter die letzten Tage bis zur Abfahrt meiner Fähre von Rostock.

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